Düsseldorfer Tabelle

Zum  01. Januar 2021 wurde die Düsseldorfer Tabelle geändert

Sie können die neue Düsseldorfer Tabelle hier kostenlos als pdf herunterladen.

Mindestunterhalt für minderjährige Kinder

Der Mindestunterhalt beträgt ab 01.01.2021

  • für Kinder der 1. Altersstufe (bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres): 393,00 €,
  • für Kinder der 2. Altersstufe (bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres): 451,00 €
  • und für Kinder der 3. Altersstufe (vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit): 528,00 €.

Bedarf für volljährige Kinder

Der Bedarf für volljährige Kinder beträgt ab 01.01.2021: 564,00 €.

Anrechnung des Kindergeldes

Ab 01.01.2021 beträgt das Kindergeld für das erste und zweite Kind 219 €, für das dritte Kind 225,00 € und für das vierte Kind 250,00 €.

Das Kindergeld ist bei minderjährigen in der Regel zur Hälfte und bei volljährigen Kindern in vollem Umfang auf den Barunterhalt anzurechnen.

Wie wird der Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle berechnet?

Die Unterhaltstabelle wird in Einkommensgruppen des Unterhaltspflichtigen und in Altersstufen des Kindes eingeteilt.
Die Tabelle beginnt mit einem bereinigten Nettoeinkommen von bis 1.900,00 €.
und endet mit bis 5.500,00 €.
Liegt das monatliche Nettoeinkommen des Unterhaltpflichtigen über 5.501,00 €, wird der Unterhalt nach den Umständen des Einzelfalles berechnet.
Die Düsseldorfer Tabelle hat keine Gesetzeskraft. Sie stellt eine Richtlinie dar und wird von Gerichten bei der Berechnung von Kindesunterhalt herangezogen.

Notwendiger Eigenbedarf (Selbstbehalt)

Ein erwerbstätiger Unterhaltspflichtiger mit minderjährigen unverheirateten Kindern bis zu 21 Jahren, die im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden darf im Monat 1.160,00 € als Existenzminimum für sich behalten. Für nicht Erwerbstätige beträgt der Selbstbehalt monatlich 960,00 €.

Abänderungsverfahren bei Unterhaltstiteln

Sollten Sie feststellen, dass weniger oder mehr Kindesunterhalt gezahlt werden müsste und der Unterhalt durch Unterhaltstitel (z. B. Jugendamtsurkunde oder notarielle Trennungs- oder Scheidungsfolgenvereinbarung) geregelt ist, sind Sie nicht berechtigt, Ihre Unterhaltszahlung einseitig zu kürzen. Vielmehr sind Sie verpflichtet, den Titel durch gerichtliches Abänderungsverfahren anzupassen zu lassen.

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